Es sitzt im Nacken!?

11.7.2020

Ich sitze im Kino in einem spannenden Film. Erst nach einer Weile wird mir bewusst, dass ich eigentlich meine Schultern auch mal wieder entspannen könnte. Ich hatte sie, ohne es zu merken, die ganze Zeit hochgezogen. Schulter- und Nackenmuskeln reagieren sehr subtil. Oft sind sie ein Indiz für Stress und emotionale Anspannung.

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Viele Menschen sitzen jeden Tag stundenlang mit gesenktem Kopf am Arbeitsplatz. Für den Nacken und die Schultern eine Qual! Gerade bei Computerarbeit kommt es nicht selten vor, dass man jahrelang die Schulter des “Maus-Arms” hochgezogen hält und in krummer Haltung vor dem Bildschirm sitzt.

Und was tun wir in der Freizeit? Viele, gerade junge Leute, verbringen auch ihre Freizeit mit gesenktem Kopf vor dem Handy-Display. Unsere filigranen Halsmuskeln sind dafür aber nicht gemacht. Das Halten des Kopfes in dieser Position ist für sie Schwerstarbeit: Bei einem Winkel von 60 Grad muss der Kopf bis zu 30 Kilogramm Gewicht aushalten.

Sprechen wir vom “Smartphone-Nacken”, meinen wir genau die daraus resultierende dauerhafte Verspannung. Aus dieser Fehlhaltung wird eine chronische Fehlbelastung. Später drücken die verkürzten, verpannten Nackenmusekln auch noch auf die Nerven. Der Nacken schmerzt und oft beginnt eine jahrelange Schmerzgeschichte. Die Durchblutung und Ernährung dieser verhärteten Muskeln ist stark erschwert. Ein Teufelskreis entsteht, wenn wir nicht an unserer Körperhaltung arbeiten und nicht durch Übungen gezielt gegensteuern.